Fünf Fragen an...

Karsten Klaus, Geschäftsführer hanova

Wer sind Sie und was macht Ihr Unternehmen?
Als kommunaler Konzern gestaltet hanova die städtebauliche Entwicklung Hannovers nachhaltig mit, um die Landeshauptstadt liebens- und lebenswerter zu machen. Dabei stehen der wirtschaftliche Erfolg und die soziale Verantwortung stets ausgewogen nebeneinander. Als größter Immobiliendienstleister in Hannover realisiert und bewirtschaftet hanova Wohn- und Gewerberäume, baut Schulen und Kindergärten, schafft Parkraum und entwickelt die Stadt jeden Tag aktiv weiter – mit Hannoverherz und Immobilienverstand. Weitere Informationen: www.hanova.de

Warum sind Sie auf der Real Estate Arena vertreten?
Die Real Estate Arena bietet eine wichtige Plattform in Hannover, um uns als lokalen, zukunftsweisenden und sozialen Immobilienkonzern zu präsentieren. Unser Fokus auf der Messe liegt auf der Vernetzung und dem Wissensaustausch, der Präsentation neuer Bauprojekte und unserer digitalen Transformation.

Mit unserem offenen und freundlich gestalteten hanova-Stand sind wir auch im fünften Jahr auf der Real Estate Arena vertreten und freuen uns auf zwei interessante, hochfrequentierte Tage. Auf gute Fachgespräche, Branchentrends und Nachwuchstalente. Auf vielfältige Speaker*innen und einen Output mit nachhaltigem Mehrwert.

Für mehr Sichtbarkeit, Standing und Fokus auf die wichtigen Themen in der Immobilienbranche.

#bezahlbarerwohnraum #bestandsmodernisierung #nachhaltigkeit #digitalisierung #fachkräfte

Was macht die Real Estate Arena aus Ihrer Sicht besonders relevant für kommunale und gesellschaftlich verantwortliche Wohnungsunternehmen?
Die Real Estate Arena bietet einen praxisnahen Raum für Austausch auf Augenhöhe. Hier treffen Politik, Verwaltung, Wohnungswirtschaft und innovative Anbieter zusammen – mit einem klaren Fokus auf die bevorstehenden Herausforderungen.

Über das umfangreiche Podiumsprogramm hinaus liefert die Real Estate Arena konkrete Lösungsansätze für Bezahlbarkeit, Klimaschutz und Quartiersentwicklung. Unternehmen finden hier Impulse, die sich realistisch in den eigenen Bestand und in laufende Projekte übertragen lassen.

Gemeinsam bringen wir die Transformation in der Immobilienbranche voran.

Welche Frage beschäftigt Sie als Unternehmen derzeit am meisten, wenn es um die Entwicklung von lebenswerter, bezahlbarer und nachhaltiger Stadt geht?
Wir müssen die hohen Anforderungen an Klimaschutz und Nachhaltigkeit mit dauerhaft bezahlbaren Mieten in Einklang bringen. Steigende Bau-, Energie- und Finanzierungskosten treffen auf einen weiterhin hohen Bedarf an Wohnraum – gerade in wachsenden Städten.

Die höchste Anforderung ist deshalb, Prioritäten richtig zu setzen: Wo erzielen wir mit begrenzten Ressourcen die größte Wirkung für Klima, Stadt und Menschen? Das betrifft sowohl den Neubau als auch unseren Bestand, technische Standards ebenso wie die soziale Durchmischung und Quartiersentwicklung.

Die energetische Sanierung im Bestand ist ebenfalls eine große technische sowie wirtschaftliche Aufgabe und gleichzeitig ein echter Hebel für die Nachhaltigkeit im Immobiliensektor. Aber auch das serielle Bauen ist für uns ein wichtiges Thema und ein Werkzeug, um bezahlbare Mieten beim Neubau zu ermöglichen.

Entscheidend ist für uns, die lebenswerte Stadt nicht nur technisch zu denken, sondern als Zusammenspiel aus Wohnen, Infrastruktur, Nachbarschaft und Teilhabe – und dabei Lösungen zu finden, die langfristig tragfähig sind.

Was braucht es aus Ihrer Sicht, damit die Transformation der Bau- und Immobilienwirtschaft wirklich gelingt – gerade auch im kommunalen Kontext?
Es braucht vor allem ein gemeinsames Verständnis von Ziel und Verantwortung. Im kommunalen Kontext heißt das: langfristige politische Leitplanken, verlässliche Förder- und Finanzierungsmodelle sowie praxisnahe, rechtssichere Rahmenbedingungen, die Innovation ermöglichen statt hemmen.

Gleichzeitig sind Kooperation und Wissenstransfer entscheidend – zwischen Kommunen, Immobilienwirtschaft, Bauindustrie und Energieversorgern. Transformation gelingt nicht isoliert, sondern nur im Zusammenspiel.

Auf operativer Ebene braucht es mutige Pilotprojekte, standardisierte und serielle Bauweisen, digitale Prozesse sowie einen realistischen Umgang mit Zielkonflikten zwischen Klimaschutz, Bezahlbarkeit und Geschwindigkeit.

Kommunale Unternehmen können hier eine Vorreiterrolle übernehmen: indem sie neue Lösungen erproben, skalierbar machen und dabei stets den sozialen Auftrag im Blick behalten.